Auch in diesem
Jahr gebührt den zahlreichen Helfern im PC Rheineck ein herzliches Dankeschön
für deren aufopfernden Einsatz im Dienste des Klubs. Die Highlights des
vergangenen Jahres können dem Tourenbericht entnommen werden.
St. Gallen, Januar 2011 Ernst Winkelmann
Tourenbericht
2010
2.4. –5.4. Osterferien (Frankreich)
Diese ursprünglich vom 2. – 11. April
geplante Veranstaltung musste auf die vier Osterfeiertage beschränkt werden, da
der Tourenleiter vom 6. – 9. April zwingend im Geschäft anwesend sein musste und deshalb keine
Ferientage bewilligt erhielt. Stattdessen wurde kurzfristig eine zusätzliche
Ferienwoche vom 17. – 25. April ins Programm aufgenommen. Nahezu sämtliche
Paddler, die sich für die ursprünglichen Osterferien angemeldet hatten, konnten
schliesslich an dieser alternativen Ferienwoche teilnehmen (Tourenbericht:
siehe folgende Seite).
Obschon die Wetterprognose für die
Osterfeiertage ziemlich kühles Wetter versprach, entschieden sich zusätzlich
zum Tourenleiter wenigstens 1 Paddler des PC Rheineck sowie ein Kollege aus dem
Bernbiet für vier Tage Osterferien im französischen Jura. Da wir deshalb nur zu
Dritt unterwegs waren, wollten wir mit nur einem einzigen Auto umherfahren und
zusätzlich ein Velo mitzunehmen, um damit die Rückkehr von dem an der
jeweiligen Ausbootstelle abgestellten Auto zurück zur Einbootstelle zu
vereinfachen.
Am Karfreitag fuhren deshalb die beiden
PCR-Paddler vorerst zum erwähnten Kollegen ins Berner Seeland. Von dort folgte
dann die Weiterfahrt bei schönem Wetter über Yverdon – Lausanne – Nyon nach
Morez im französischen Jura. Nachdem wir dort zunächst den Wasserstand der
Bienne erkundet hatten (der Pegelstand von 45 cm war zwar niedrig, versprach
aber trotzdem eine genussreiche Fahrt von Lézat bis La Rixouse), folgte
zunächst ein kurzer Zwischenhalt im nahegelegenen Restaurant „Brasserie“. Danach
fuhren wir weiter nach Lézat, wechselten dort unsere Kleider und brachten vor
der Befahrung unser Auto zur vorgesehenen Ausbootstelle bei La Rixouse. Nach
einem Fussmarsch von etwa 25 Minuten hinunter ans Ufer des Flusses konnten wir
dann endlich unsere Wildwasserfahrt auf der Bienne geniessen. Nach dieser
Befahrung fuhren wir dann zunächst zurück nach Lézat, um unser dort abgestelltes
Velo mitzunehmen. Auf der Weiterfahrt fanden wir schliesslich am Lac de l’Abbaye
eine ansprechende Unterkunft im Hotel de l’Abbaye. Da sich das anschliessende
Nachtessen als ausgezeichnet erwies, buchten wir sogleich insgesamt drei Nächte
in diesem Hotel.
Der Samstag begann vorerst mit Nebelschwaden
und bedecktem Himmel. Wegen der kühlen Witterung besichtigten wir am Vormittag
zunächst der Reihe nach die Saine bei Syam, die eindrucksvolle Schlucht der „*Perte
de l’Ain“ bei Bourg-de-Sirod, die Quelle des Ain und den wenig flussabwärts
befindlichen Wasserfall „Saut du Maillys“. Schliesslich entschieden wir uns für
eine Befahrung des Ain zwischen Champagnole und La Praz. Dieser Abschnitt bot
bei dem von uns angetroffenen, guten Wasserstand meist einfaches Wildwasser in
einem breiten Flussbett mit vereinzelten, etwas schwierigeren Schwallstrecken
(meist WW II, nur selten WW II-III). Auf der Rückkehr zu unserer Unterkunft
besichtigen wir dann noch die hohen Wasserfälle des Hérisson (Cascades du Hérisson),
sowie die enge Felsenschlucht der Saine bei Les Planches-en-Montagne (Gorges de
la Langouette), gerade noch vor dem danach einsetzenden Regen.
Nach ergiebigen Regenfällen während der
vergangenen Nacht suchten wir am Ostersonntag bei nun bedecktem Himmel, aber
kühlen Temperaturen zunächst nach geeigneten Wildwasserstrecken. Nach einer
längeren Fahrt durch den französischen Jura via St-Claude – Dortan – Toirette –
Arinthod – Orgelet – Clairvaux erkundeten wir die Kleinflüsse Sirène und
Hérisson und entschieden uns schliesslich eine Fahrt auf der Sirène bei
Charézier zu beginnen. Gemäss unserem Kartenmaterial sollte dieser Fluss
vorerst in den Drouvenant münden und danach bei Pont-de-Poitte in den Ain. Dort
fanden wir auch eine geeignete Ausbootstelle am rechten Ufer. Die
anschliessende Fahrt durch einen weitgehend naturbelassenen Auwald mit zahlreichen
Busch- und Baumhindernissen bot uns trotz zügiger Strömung ein einmaliges
Natur-Erlebnis.
Der Ostermontag schliesslich begann mit
kaltem Wetter und stark bedecktem Himmel (wir mussten am Morgen zunächst unsere
Autoscheiben vom Eis befreien). Danach nahmen wir endgültig Abschied von
unserer Unterkunft und fuhren via Mouthe – Pontarlier nach Ville-du-Pont. Dort
befuhren wir den kurzen und einfachen Abschnitt des Doubs zwischen dem Défile
d’Etroches und den Grottes du Trésor. Danach folgte die Heimreise durch den
Jura via Morteau – Les Ponts-de-Martel – Neuchâtel nach Aarberg im Berner
Seeland. Nach einer ausgezeichneten, kulinarischen Unterbrechung folgte für die
verbliebenen zwei Paddler des PC Rheineck schliesslich am Abend bei nun fast wolkenlosem
Himmel die Heimreise in die Ostschweiz.
17.4. – 25.4. Frühlingsferien (Frankreich)
Nach einer Fahrt bei bedecktem Himmel trafen
sich am Samstag Morgen sechs Paddler des PC Rheineck im Restaurant der
Autobahn-Raststätte Grauholz bei Bern. Nach diesem Zwischenhalt fuhren wir
weiter via Vevey – Evian ins Tal der Dranse de Savoie, südlich von Thonon-les-Bains.
Dort befuhren wir diesen Fluss bei nun fast wolkenlosem Himmel auf dem üblichen
Streckenabschnitt unterhalb der sehr schwierigen Blockstrecke bei zwar
niedrigem, aber immer noch ausreichendem Wasserstand (Pegelstand an der
Einbootstelle: 25 cm). Danach folgte die Weiterfahrt über Douvaine - La
Roche-sur-Foron an den Fier bei der Pont St-Clair. Da dieser Fluss viel zu
wenig Wasser führte, fuhren wir schliesslich weiter via Thônes – Albertville
nach Moûtiers und erhielten dort im Hotel „Terminus“, in unmittelbarer Nähe des
Bahnhofs, gerade noch die beiden letzten verfügbaren Zimmer. Für das Nachtessen
liessen wir uns dann im Restaurant „Le Coq d’Or“ einen Tisch reservieren.
Obschon uns das ausgezeichnete Nachtessen nicht gerade billig zu stehen kam,
kann dieses Restaurant nach wie vor empfohlen werden.
Den Sonntag begannen wir am Vormittag bei
meist stark bewölktem Himmel mit einer Befahrung der Isère zwischen Bourg-St-Maurice
und Aime. Trotz des niedrigen Wasserstandes genossen wir diese Fahrt auf
teilweise verblocktem Wildwasser (WW III) in vollen Zügen. Danach brachten wir
einen unserer Kollegen zum Bahnhof von Moutiers (er konnte leider nur am
Wochenende teilnehmen) und löschten in diesem Ort vor der Weiterfahrt vorerst
unseren Durst. Danach fuhren wir bei wechselhaftem Wetter (Regen und Sonne
wechselten in bunter Folge) weiter via Albertville – Grenoble – La Mure nach Corps
und bezogen dort Zimmer im Hotel „Tilleul“. Für das Nachtessen wählten wir
hingegen wie gewohnt das „Hotel de la Poste“ (auch dieses Restaurant kann nach
wie vor empfohlen werden).
Der Montag begrüsste uns zunächst mit
wolkenlosem Himmel. Da die Temperaturen am Morgen jedoch noch ziemlich kühl
waren, fuhren wir vorerst auf der Route Napoléon weiter südwärts nach St-Bonnet
und befuhren dann von dort aus bei prächtigem Sonnenschein den Drac bis zur
Strassenbrücke bei La Guinguette (WW III). Anschliessend fuhren wir weiter in
das weitgehend schattige Tal der Souloise und begannen die Befahrung dieses
Flusses bei recht ordentlichem Wasserstand. Dabei stellte sich
freundlicherweise ein Kollege freiwillig als Chauffeur zur Verfügung. Nach nur
kurzer Fahrt auf schnellem und teils wuchtigem Wildwasser (WW III) beendeten
dann zwei Paddler ihre Fahrt bereits vor der unfahrbaren „Clue de l’Infernet“
(Pegel an der Fussgängerbrücke vor dieser Klamm: 140 cm). Nach dem mühsamen
Umtragen über einen hohen Felsrücken befuhren dann nur noch die beiden
verbliebenen Könner den merklich schwierigeren Abschnitt bis zur Ausbootstelle
unterhalb der Pont du Mas (WW IV). Die beiden anderen Paddler warteten hingegen
nach dem beschwerlichen Aufstieg an einer nahegelegenen Fahrstrasse bis sie
dort mit dem Auto abgeholt wurden. Anschliessend fuhren wir dann bei nach wie
vor sehr schönem Wetter zurück nach Corps und von dort auf der Route Napoléon
weiter südwärts bis nach St-Bonnet-en-Champsaur und übernachteten dort im Hotel
La Cremaillère.
Auch der Dienstag begann vorerst mit fast
wolkenlosem Himmel. Trotz der noch kühlen Witterung befuhren wir am Vormittag zunächst
nochmals den Drac, diesmal von La Guinguette bis Le Motty, und fuhren danach
weiter ins Tal der Ubaye. Dort folgte dann bei gut mittlerem Wasserstand noch
eine Befahrung des üblichen Streckenabschnitts zwischen Le Martinet und Le
Lauzet. Schliesslich fuhren wir an diesem Tag bei nach wie vor meist sonnigem,
mildem Wetter noch weiter via Seyne-les-Alpes und Digne nach St-André-les-Alpes
und übernachteten dort im Hotel „Bel-Air“.
Am Mittwoch fuhren wir bei wiederum
wolkenlosem Himmel vorerst von St-André-les-Alpes via Thorame-Haute weiter zur
Pont de Gueydan und nutzten die dort guten Wasserstände zur Befahrung von
Coulomp und Var vom Kleinkraftwerk bei der Pont-de-Donne bis nach Entrevaux. Am
Nachmittag schliesslich, bei nach wie vor strahlend schönem und mildem Wetter,
befuhren drei Paddler die Gorges de Daluis (WW III-IV) und zwei Paddler den
einfacheren Streckenabschnitt von Daluis bis zur Pont de Gueydan (WW II-III). Zur
Uebernachtung fuhren wir dann in die nahegelegene Ortschaft von Annot und
bezogen dort Zimmer im Hotel „Beauséjour“. Da das Restaurant dieses Hotels an
diesem Abend geschlossen war, verköstigten wir uns im nahegelegenen Restaurant
„Pizzeria César“.
Der Donnerstag begann wiederum mit
wolkenlosem Himmel. Nach der Wegfahrt von Annot tauchten wir jedoch wenig
später bei Entrevaux bereits unter eine kompakte Hochnebeldecke. Dieser Nebel begleitete
uns nicht nur auf der Weiterfahrt ins Tal des Esteron sondern auch während des
ganzen Nachmittags bis zum Abend. In Roquesteron angekommen, mussten wir leider
feststellen, dass der Esteron dort nur wenig Wasser führte, trotzdem entschieden
wir uns eine Befahrung zu wagen. Wir fuhren deshalb weiter talaufwärts zur Einbootstelle
an der Pont de Végay. Dort entschieden sich dann doch noch zwei Paddler auf
eine Befahrung zu verzichten und sich stattdessen mit Jogging zu beschäftigen.
Die verbliebenen drei Paddler erfreuten sich jedenfalls an einer abwechslungsreichen
Fahrt auf meist verblocktem Wildwasser (WW III/4). Nach dieser Befahrung fuhren
wir dann weiter via Bouyon und Coursegoules ins Tal des Loup (dieser Fluss
führte leider viel zu wenig Wasser) und von dort via Cagnes und Plan-du-Var durch
das Tal der Vésubie hinauf bis nach St-Martin-Vésubie. Dort fanden wir
schliesslich eine Unterkunft mit ausgezeichnetem Nachtessen im Hotel „La Bonne
Auberge“.
Der Freitag war dann reserviert für
Befahrungen auf der Vésubie. Am Vormittag genossen alle trotz Nieselregen vorerst
eine Fahrt auf dem stark verblockten Abschnitt von Roquebillière bis Lantosque
(WW IV). Bei bedecktem Himmel, aber ohne weitere Niederschläge folgte am Nachmittag
für drei Paddler die Befahrung der imposanten Schlucht der „Gorges de la
Vésubie“ bei niedrigem Wasserstand. Die beiden anderen Paddler begnügten sich
jedoch mit einer Fahrt auf dem unterhalb dieser Schlucht gelegenen Abschnitt
bis Plan-du-Var. Nach einem von zwei Kollegen spendierten, kleinen Imbiss
fuhren wir dann talaufwärts weiter durch das Tal des Var, via Entrevaux über
den Col de Toutes Aures und den Col des Robines bis ins Tal der Asse. Dort
übernachteten wir schliesslich in Chabrières im Garni-Hotel „Relais de
Chabrières“. Für unser leibliches Wohl stand uns an diesem Abend das
nahegelegene Restaurant „Chez Mamette“ zur Verfügung.
Am Samstag fuhren wir bei bedecktem Himmel zunächst
nach Digne und von dort nordwärts zur sehenswerten Clue de Barles. Da der
dortige Fluss einen idealen, niedrigen Wasserstand führte, entschlossen wir uns
kurzfristig eine Befahrung des Bès zu wagen. Diese Fahrt auf dem technisch sehr
schwierigen, stark verblockten Abschnitt unterhalb der Clue de Barles konnte
zwar nicht von allen Paddlern ohne Kenterung gemeistert werden, trotz teilweise
aufwändiger Rettungsaktionen erreichten schliesslich alle Teilnehmer mehr oder
weniger wohlbehalten die Ausbootstelle an der Strassenbrücke unterhalb von
Esclangon. Nach dieser ereignisreichen Fahrt fuhren wir schliesslich zurück
nach Digne und von dort via Sisteron weiter nach Serres. Wenig später folgte
noch vor der Ueberquerung des Col de la Croix Haute ein kurzer, aber heftiger
Regenschauer. Nach der Durchfahrt auf der Autobahn durch Grenoble folgte schon
bald der erste Sonnenschein. Auf der Weiterfahrt via Chambéry bei zunehmend
sonnigerem Wetter erreichten wir schliesslich bei Alby-sur-Chéran das dort
neben der Autobahn gelegene Hotel „Alb’Hôtel“. Da an diesem Abend die Küche in
diesem Hotel geschlossen war, fuhren wir ins Nachbardorf St-Félix und genossen
dort im Restaurant „Le Chat Goulu“ ein ausgezeichnetes Nachtessen.
Der Sonntag bescherte uns zum Schluss dieser
Ferienwoche nochmals überall mit sehr schönem und mildem Frühlingswetter. Am
Morgen fuhren wir vorerst von unserem Hotel bei Alby-s-Chéran weiter via Annecy
und Thonon-les-Bains ins Tal der Dranse de Savoie und genossen auf diesem Fluss
bei mittlerem Wasserstand (Pegelstand an der Einbootstelle: 50 cm) eine
spritzige Fahrt auf der Standardstrecke unterhalb der sehr schwierigen
Blockstrecke bis zum kleinen Restaurant „Le Maravand“. Nach dieser letzten
Fahrt folgte schliesslich die Heimreise via Vevey und Bern zurück in die Ostschweiz.
25.4. Thur
Da die als Ersatz für die Osterferien
kurzfristig eingeplanten Frühlingsferien in Frankreich erst am 25. April zu Ende
gingen, musste die an diesem Datum ursprünglich vorgesehene Befahrung der Thur
abgesagt werden.
13.5. – 16.5. Auffahrt
In diesem Jahr entschieden wir uns wieder
einmal dem Südtirol einen Besuch abzustatten. Wir reservierten deshalb bereits im
voraus Zimmer im Gasthof „Neuwirt“ in Tils, einem kleinen Ort bei Brixen, hoch
über dem Tal der Eisack.
Am Donnerstag fuhren dann fünf Paddler des PC
Rheineck von der Ostschweiz aus bei regnerischem Wetter über den Arlbergpass
ins Tirol und von dort weiter via Innsbruck ins sonnige Stubaital. Dort befuhren
wir den Ruetzbach zwischen Stackler und Fulpmes bei zwar niedrigem, aber doch
noch einigermassen fahrbarem Wasserstand (Pegel Krössbach: 85 cm). Danach
fuhren wir weiter südwärts ins Tal des Gschnitzbachs und genossen dort eine
spritzige Fahrt auf dem steilen und verblockten Abschnitt von Trins bis
Steinach. Auf der Weiterfahrt via Sterzing und Franzenfeste bei wiederum
bedecktem Himmel mussten wir uns vor dem Zentrum von Brixen wegen des dort um
diese Zeit üblichen Verkehrsstaus zwar etwas gedulden, erreichten aber
schliesslich doch noch rechtzeitig vor dem Nachtessen unsere in Tils gebuchte
Unterkunft.
Am Freitag fuhren wir bei bedecktem Himmel zunächst
via Brixen und San Lorenzen ins Tal der Gadera und befuhren dort diesen Fluss
bei mittlerem bis hohem Wasserstand zwischen Piccolino und Longega. Wie sich
erst einige Tage später herausstellen sollte, ist die Befahrung dieses
Streckenabschnitts allerdings bereits seit dem Jahre 2002 verboten. Anschliessend
fuhren wir bei nach wie vor bedecktem Himmel und kühlen Temperaturen weiter
nordwärts ins Tal des Ahrnbachs und befuhren dort diesen Fluss bei nur
niedrigem Wassertand zwischen Gisse und der Raft-Ausbootstelle unterhalb der
Gondelbahn Speikboden. Schliesslich folgte für einige wenige Paddler noch eine
Befahrung der Rienz auf dem einfachen Abschnitt von Bruneck (unterhalb der
Einmündung des Ahrnbachs) bis zur Einmündung der Gadera bei Pflaurenz. Nach
diesem erlebnisreichen Tag fuhren wir dann wieder zurück zu unserer Unterkunft
in Tils (selbstverständlich mit dem üblichen Verkehrsstau in Brixen). An diesem
Abend fuhren wir schliesslich talabwärts nach Klausen und genossen dort ein gut
bürgerliches Nachtessen im Hotel „Post“.
Obschon auch am Samstag der Himmel während
des ganzen Tages bedeckt war und am Morgen auch noch kühle Temperaturen
herrschten, wollten wir auch diesem Tag nicht aufs Paddeln verzichten. Wir
begannen deshalb vorerst mit einer Befahrung der Eisack von Klausen bis Waidbruck.
Diese Fahrt bot bei niedrigem bis mittlerem Wasserstand zahlreiche schwierige
Blockstrecken mit teils wuchtigem Wildwasser (WW III-IV). Allerdings wurden wir
dann an der Ausbootstelle von irgend einem Beamten darauf hingewiesen, dass die
Befahrung der Eisack von der Rienzmündung bis hinunter nach Bozen verboten ist
und wir deshalb eine Busse zu bezahlen haben. Nach einem längeren, freundlichen
Gespräch und nach unserem Versprechen diese Strecke nie mehr zu befahren wurde
uns die Busse schliesslich erlassen. Danach fuhren drei Paddler an den Oberlauf
der Eisack zur Befahrung eines Streckenabschnitts oberhalb von Franzenfeste.
Bei der Erkundung der Ausbootstelle betraten sie jedoch eine abgesperrte
Baustelle und erhielten prompt Besuch von der Polizei. Obschon diesmal keine
Busse angedroht wurde, verzichteten sie dann auf die geplante Befahrung. Die
beiden anderen Paddler hingegen fuhren ins Pustertal und befuhren den einfachen
Streckenabschnitt der Rienz zwischen St. Sigmund und einer Holzbrücke unterhalb
von Niedervintl. Nachdem wir uns alle in unserer Unterkunft in Tils getroffen
hatten, fuhren wir zum Nachtessen hinunter ins Tal nach Brixen und genossen
dort ein ausgezeichnetes Nachtessen im Gasthaus „Finsterwirt“ (empfehlenswert).
Auch am Sonntag war das Wetter im Südtirol
nicht wesentlich besser als an den Vortagen. Bei bedecktem Himmel und kühlen
Temperaturen begannen wir den Tag vorerst mit einer Befahrung der Eisack auf
dem kurzen, aber abwechslungsreichen Abschnitt zwischen Aicha und Neustift.
Danach fuhren wir weiter nordwärts nach Sterzing und von dort ins Pfitschertal.
Da dieser Bach leider für eine Befahrung viel zu wenig Wasser führte, kehrten
wir schliesslich wieder um und fuhren weiter über den Brennerpass nach
Steinach. Dort verzichteten wir wegen des geringen Wasserstandes und wegen des
garstigen Wetters mit Nieselregen auf eine geplante Befahrung des Gschnitzbachs
und entschieden uns stattdessen zur Heimreise via Innsbruck und Arlbergtunnel
(der Arlbergpass war bereits eingeschneit und konnte nur noch mit Winterausrüstung
befahren werden).
22.5. – 24.5. Pfingsten
Nachdem der PC Rheineck das
Pfingst-Wochenende im letzten Jahr im Maggiatal verbracht hatte, in diesem Jahr
jedoch dort wegen des nicht sehr schneereichen Winters mit geringen
Wasserständen gerechnet werden musste, entschieden wir uns dieses Wochenende
diesmal auf dem Zeltplatz „Al Censo“ in Claro zu verbringen. Dieser Zeltplatz
befindet sich zwar nicht am Ufer eines Flusses, liegt aber wesentlich zentraler
für Befahrungen von Moësa, Calancasca, Brenno, Ticino und Verzasaca. Zudem
stiess die Ausstattung dieses Platzes und der unserem Klub zugewiesene
Standplatz auch bei den Nichtpaddlern auf volle Zufriedenheit.
Die knapp 50 Teilnehmer an diesem
Wochenende genossen bei fast durchwegs wolkenlosem Himmel ein traumhaftes
Pfingst-Wochenende. Die Paddler wiederum beschäftigten sich mit Befahrungen auf
der Moësa, Calancasca und Verzasca. Am Ostersonntag Abend verköstigte sich ein
grosser Teil der Teilnehmer, wie in den letzten Jahren üblich, bei einem
ausgezeichneten und üppigen Nachtessen im Restaurant „Veranda“ in Cama.
12./13.6. Vorderrhein
Trotz miserablem
Wetter mit Dauerregen trafen sich am Samstag zunächst doch einige Paddler im Restaurant
des Zeltplatzes von Trun. Nach Erkundung des Wasserstandes (der Vorderrhein
führte enormes Hochwasser) beschlossen wir jedoch einstimmig das vorgesehene
Wochenende abzusagen und wieder nach Hause zurückzukehren.
4./5.9. Engadin
Trotz schlechtem Wetter mit bedecktem
Himmel und vereinzeltem Regen traf sich wiederum eine stattliche Zahl von
Paddlern wie gewohnt am Samstag Vormittag im Restaurant „Steinbock“ in Susch.
Danach folgte die Befahrung des Inn von Susch bis Giarsun. Anschliessend fuhren
wir weiter talabwärts zum Zeltplatz von Sur-En. Dort übernachteten einige
Paddler auf dem Zeltplatz und der Rest in der nahegelegenen „Pensiun Lischana“.
Vorher allerdings genossen die meisten Teilnehmer ein ausgezeichnetes
Nachtessen im Restaurant „Rezia“ in Sent. Am Sonntag schliesslich befuhren wir
den Inn vom Ende der Ardez-Schlucht bis zum Stausee von Pradella. Auf der
Heimreise folgte zunächst ein Zwischenhalt im Restaurant „Tschuggen“ zwischen
Flüelapass und Davos bevor schliesslich alle die Heimreise antraten.
25./26.9. Tirol
Nach einer regnerischen Fahrt von der
Ostschweiz durch das Vorarlberg und den Arlbergtunnel (die Strasse über den
Arlbergpass war oberhalb von Stuben wegen Schneefalls gesperrt) erreichten wir
schliesslich den Gasthof „Alpenhof“ in Quadratsch und konnten dort zunächst
unser Gepäck in den reservierten Zimmern deponieren. Danach fuhren einige
Paddler ins Oetztal zur Befahrung der Oetztaler Ache unterhalb von Sölden. Die restlichen
Paddler hingegen fuhren ins obere Inntal und befuhren dort den Inn von der
Kajetansbrücke bis nach Ried bei einem knapp mittleren Wasserstand (Pegel Tösens:
190 cm). Am Abend besuchten wir dann wie gewohnt in Landeck das Hotel
Schrofenstein und genossen dort ein wiederum ausgezeichnetes Nachtessen.
Am Sonntag fuhren einige wenige Paddler
erneut ins Oetztal, die restlichen Kanuten hingegen begnügten sich mit einer
Befahrung der Imster-Schlucht zwischen Imst und Magerbach. Obschon wir diese
Befahrung bereits vor dem Mittag beendet hatten, entschieden wir uns wegen des
kühlen Wetters mit bedecktem Himmel auf eine weitere Befahrung zu verzichten. Nachdem
wir diesmal wieder die Strasse über den Arlbergpass benutzen konnten (die
Strasse war inzwischen vom Schnee geräumt worden), erreichten wir denn auch
bereits Mitte Nachmittag wieder die Ostschweiz.
St. Gallen, 26. Januar 2011
Der Tourenleiter